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Pflanzen
Hierunter fallen Farnsamer, Gingko, Nadelholzgewächse (Araukaria) sowie Palmfarnartige. Die am häufigsten vorkommende Pflanze ist Brachyphyllum, eine den Araukarien nahe stehende Pflanze. Algen, die ja eigentlich keine Pflanzen sind werden aber auch hier in dieser Sektion aufgelistet. Schwämme
Der häufigste Schwamm ist Phyllothallus. Diese wurden früher zu den Braunalgen gerechnet. Manchmal finden sich Schwämme mit aufgewachsenen jungen Austern der Gattung Liostrea. Die Schwämme wurden wohl bei Stürmen vom Riff abgerissen und sind so in die lagunenartigen Wannen geraten. Schwämme waren die Hauptsächlichen Tiere die die Riffe gebildet hatten, Korallen in dem Sinne wie heute bekannt gab es noch nicht. Hohltiere
Hohltiere umfassen Quallen und Medusen. Hier zeigt sich wie gut die Erhaltungsmöglichkeiten im Solnhofener Schiefer sind wenn selbst solch zarte Wesen ohne jegliche harte Substanz zum Teil mit allen Einzelheiten erhalten blieben. Quallen und Medusen sind relativ seltene Fossilien im Solnhofener Plattenkalk. Weichtiere
Die Weichtiere umfassen Ammoniten, Belemniten, Schnecken, Muscheln, und Tintenfische.
Die meistgefundenen Fossilien aus dieser Gruppe sind die Ammoniten, gefolgt von den Tintenfischen. Muscheln sind bis auf
die Auster Liostrea eher selten (Wobei selbst Liostrea nicht sonderlich häufig ist), Schnecken ebenso. Brachiopoden, obwohl
Fangarmtiere und nicht Weichttiere, werden trotzdem hier der Vollständigkeit halber aufgeführt. Würmer
Zu diesen gehören Ringelwürmer (Annelida) und Egel. Einige Würmer hatten eine segmentierte Wohnröhre ausgebildet, welche man ab und an finden kann. Würmer mit körperlicher Erhaltung gehören zu den Raritäten, manchmal kann man sogar noch die Mundwerkzeuge und das Muskelgewebe erkennen. Krebse
In den Plattenkalken wurden bisher ca. 50 verschiedene Krebsgattungen beschrieben, die Anzahl der Arten ist natürlich entsprechend höher. Insgesamt lassen sich 5 Ordnungen nachweisen: Glaskrebse, Asseln, Mundfüßler, Schwimm- und Panzerkrebse, wobei die beiden letztgenannten die häufigsten sind. Dazu kommen noch die Pfeilschwänze, wenngleich diese nicht zur Gruppe der Krebse sondern der Spinnentiere zählen aber dennoch hier aufgeführt werden. Insekten
Zu den mit Abstand wohl schönsten Fossilien gehören die Libellen des Solnhofener Plattenkalkes. Neben diesen werden aber auch Käfer, Heuschrecken, Schaben und andere Insekten mit zum Teil fantastischer Erhaltung gefunden. Interessanterweise war die Körpergröße vieler Insekten zu dieser Zeit größer, was auf einen erhöhten Sauerstoffgehalt der Atmosphäre zurückzuführen ist. Stachelhäuter
Die Echinodermaten, auch als Stachelhäuter bezeichnet, des Solnhofener Plattenkalkes umfassen Seelilien, Seesterne, Seegurken und Schlangensterne. Während Seesterne so gut wie überhaupt nicht gefunden werden und auch Seeigel als Raritäten gelten sind Seelilien mit der freischwimmenden Seelilie Saccocoma die weitaus häufigsten Fossilien, kommen diese doch manchmal fast gesteinsbildent vor (sog. Knopferte Lagen). Fische
Neben den Krebsen sind die Fische die häufigsten Fossilien aus den Solnhofener Plattenkalken wenn man von der freischwimmenden Seelilie Saccocoma und den Ammoniten absieht. Die Fische aus den Plattenkalken umfassen folgende Ordnungen: Knorpelfische (z.B. Haifische), Knochenfische, Knorpelschmelzschupper, Knochenschmelzschupper und Quastenflosser. Bisher wurden ca. 70 Fischgattungen nachgewiesen. Reptilien
Zu den Reptilien zählen im weitesten Sinne auch die Saurier und Flugsaurier. Während die Saurier nur durch ein Fossil, Compsognathus, nachgewiesen sind gibt es einen recht breiten Nachweis für die Flugsaurier. Trotzdem sind diese sehr selten zu finden, gerade vollständige Exemplare.
Andere landlebende Reptilien, wie z.B. Eidechsen, gehören ebenfalls zu den allergrößten Seltenheiten.
Urvögel
Die Urvögel werden mittlerweile durch zwei Gattungen und drei Arten repräsentiert. Neben Archaeopteryx, der mit zwei Arten vorliegt gibt es auch noch Wellnhoferia, welcher mit einer Art präsent ist. Es ist erstaunlich dass bisher nur eine isolierte Feder, aber doch relativ viele Skelette bzw. Skelettteile gefunden wurden. Neben den Funden wird hier auch vieles andere zu Forschung und Evolution berichtet... Spuren und Scheinfossilien
Neben den Scheinfossilien, den Dentriten, welche von den Arbeitern oftmals als Moos bezeichnet werden gibt es noch diverse Spurenfossilien. Dies sind z.B. Rollmarken von Ammoniten, Aufsetzmarken aber auch die Laufspuren von Krebsen, wenngleich diese nur vom Pfeilschwanzkrebs Mesolimulus und dem Langarmkrebs Mecochirus bekannt sind. Die Dentriten selber sind Ablagerungen von eingesickertem mineralhaltigem Wasser. |
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